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Muss ich jetzt etwa alles umstellen…?

Diese Frage bezieht darauf, dass eine Firma ihren Angestellten bereits eine betriebliche Altersvorsorge anbietet und schon seit einigen Jahren durchführt. Grundsätzlich kann man diese Frage nur mit NEIN beantworten. Bei dem Modell des “Betriebssparen” (offiziell: pauschal dotierte Unterstützungskasse) oder von anderen auch “Unternehmensbank” oder “Unternehmenskasse”genannt ist ALLES KANN – NICHTS MUSS. Es ist also sehr gut vorstellbar, ein solches Versorgungswerk zusätzlich, also parallel  zu externen Versorgungsträgern wie Versicherungen zu installieren. Erfahrungsgemäß beteiligen sich an einer bestehenden betrieblichen Vorsorge über Versicherungen gewöhnlich nur ca. 20% – 30% der gesamten Belegschaft. Das heißt, dass der andere Teil der Mitarbeiter – aus welchen Gründen auch immer – noch nicht mitmacht. Und genau diese Gruppe könnte man zunächst damit ansprechen bzw. zusätzlich natürlich auch neu eingestellte Mitarbeiter.

Da das Thema ‘betriebliche Versorgung’ für alle Beschäftigten eines Unternehmens relevant ist, bedient man sich für die Informationsverteilung höchstwahrscheinlich einer Betriebsversammlung, bei der sowohl Mitarbeiter mit, als auch ohne bestehende bAV-Verträge anwesend sind. Wenn Sie das von den richtigen Leuten machen lassen, werden Ihre Mitarbeiter begeistert und motiviert sein mitzumachen. Und was die Mitarbeiter betrifft, die bereits einen Vertrag haben, so dürfen Sie als Arbeitgeber ruhig darauf vertrauen, dass sich jede(r) einzelne von ihnen für sich und seine Vorsorge-Art selbst entscheidet. Denn es gibt für diejenigen eigentlich 2 Optionen:

1) sie/er lässt einfach weiter in den Ursprungsvertrag einzahlen und kann optional zusätzlich die “Betriebssparen”-Variante wählen

2) sie/er lässt den Altvertrag einfach ruhen (Auszahlungsanspruch immer zum Rentenbeginn) und zahlt nun seine gewohnten Beiträge in die “Betriebskasse” ein

Beim letzten Punkt könnte auf ihren/seinen Wunsch zudem überprüft werden, ob und wie evtl. sein bisher angespartes Guthaben aus z.B. einer Direktversicherung oder Pensionskasse, übertragen werden kann und damit, falls es gelingt, selbstverständlich ebenfalls ab sofort verzinst. Eine solche “Übertragungsmöglichkeit” sollte jedoch ausschließlich durch erfahrene und auf bAV spezialisierte Anwälte/Wirtschaftsprüfer auf Machbarkeit bzw. eventuelle Steuerschädlichkeit geprüft werden. Gerade in unsicheren Zeiten wie heute könnte es aus Arbeitnehmer-Sicht bei bereits vorhandenem Vertrags-Guthaben durchaus eine Überlegung sein, ob er/sie weiterhin auf eine privatwirtschaftliche Prognose-Garantie oder eher auf eine staatliche Ausfall-Garantie – wie bei der betriebseigenen Lösung ja gegeben – setzen will.

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Also, kein MUSS und keine grundlegende Veränderung. Eher persönliche Entscheidungen der/des Einzelnen, insbesondere derer, die noch nichts gemacht haben. Kennen Sie noch den Werbespruch “Ihre Katze würde . . . . . . . kaufen”? Also, warum fragen Sie als Chef nicht einfach Ihre Mitarbeiter/innen, wofür diese sich entscheiden würden? Sie werden erstaunt sein. Und es zeigt neben Sympathie für Sie auch noch wahre Größe.

Hier zusammengefasst nochmal vom Fachmann: Was machen wir mit den bestehenden Direktversicherungsverträgen

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