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Mitarbeiteridentifikation, Liquidität . . . aber ganz schön komplex !?!

Höhere Mitarbeiteridentifikation

Gerade für mittelständische Unternehmen hält die pauschaldotierte Unterstützungskasse (pdUK) neben einer deutlichen Steigerung der Mitarbeiteridentifikation mit ihrem Arbeitgeber (Corporate Identity) zusätzlich einen ganz entscheidenden Vorteil bereit: Die Beschäftigten verschaffen dem Unternehmen kontinuierlich Liquidität. Deshalb bezeichnen Experten die pdUK vorzugsweise auch als „Unternehmensbank“ oder „Unternehmenskasse“. Die laufenden Beiträge der Mitarbeiter sind dabei wie Einlagen in diese Unternehmensbank zu sehen. Dieser Liquiditätszufluss sorgt für eine größere Unabhängigkeit von Banken, deren Bedingungen und höheren Zinsbelastungen, sowie zur stetigen Steigerung des Unternehmenswertes insgesamt.

Da der Gesetzgeber Unterstützungskassen grundsätzlich als ‚soziale Einrichtungen‘ einstuft, sind sie von der Körperschaftsteuer befreit. Zudem sind die Aufwendungen des Unternehmens für diese Kasse acht Jahre lang als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar.

Zinsaufwendungen sind sogar über die gesamte Laufzeit als Betriebsausgaben abzugsfähig. Selbst bei einem einzigen Mitarbeiter können sich dadurch über die Jahre hinweg Einsparungen an Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen im hohen fünfstelligen Bereich ergeben. Unter der Annahme, dass sich mit der Anlage der Dotierungen (Zuwendungen des Unternehmens an die Unterstützungskasse) der ersten acht Jahre die Versorgungszusage ausfinanzieren lässt, hat der Unternehmer selbst nach Auszahlung der Versorgungsleistung rund 50.000 Euro mehr in der Kasse. Geld, das er beispielsweise zur Erhöhung der frei verfügbaren Liquidität, den Aufbau von Liquiditätsreserven, die Rückführung von Darlehen oder auch zur Investition in unbelastetes Anlagevermögen einsetzen kann.

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Komplexes Konstrukt

Zugegeben, diese Unternehmensbank als “Mittel zum Zweck” zur bAV ist ein komplexes Konstrukt. Dies ist wohl der Hauptgrund dafür, dass vor allem Mittelständler davor bislang zurückschreckten. Aber es gibt in Deutschland mittlerweile eine Reihe spezialisierter Gesellschaften, deren Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und hauseigene Rechtsanwälte individuelle Konzepte erstellen. Ist das Konzept einmal erstellt und den Arbeitnehmern präsentiert, erreicht es bei ihnen in aller Regel eine Akzeptanz von 80 bis 90 Prozent.

Bedeutend ist natürlich auch, dass die Wirtschaftlichkeit der Unternehmensbank sich ständig verändernden Markt- oder Unternehmensbedingungen anzupassen ist. Gerade mittelständische Unternehmen scheuten bisher diesen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Im Normalfall aber bieten die Konzeptionäre solcher Unterstützungskassen die laufende Verwaltung und langfristige Betreuung als Zusatzleistung mit an. Gewöhnlich bekommen die Firmeninhaber ein „schrankfertiges“ Versorgungswerk, mit dem sie in ihrem Unternehmen keinerlei Verwaltungsaufwand mehr accounting-731808_1920haben. Diese Anbieter halten regelmäßig Kontakt mit dem Unternehmen und erwarten im Gegenzug lediglich Informationen über Veränderungen der Mitarbeiterzahlen. So bekommt dieses Unternehmen als Mandant alle Unterlagen, die aufgrund dieser Änderungen notwendig sind, zusammengefasst in einer jährlichen Übersicht geliefert. Damit haben die angeschlossenen Unternehmen jederzeit die Rechtssicherheit, immer ein aktuelles und gepflegtes Versorgungswerk zu besitzen. Die überschaubaren jährlichen Gebühren hierfür erkennt das Finanzamt übrigens als Betriebsausgabe an.

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