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Fachkräfte gewinnen und binden – auch ohne Rekordgehälter

Die Suche nach motivierten Fachkräften gestaltet sich nicht nur in Branchen wie IT oder Maschinenbau zunehmend schwieriger. Die hochqualifizierten Schulabgänger sind heftig umworben und entscheiden sich immer öfter für Unternehmen die Ihnen nicht nur berufliche Perspektiven bieten, sondern auch intelligente und attraktive Vergütungs- und Vorsorgelösungen gewähren.

Liquidität schonen – Attraktivität steigern

business-170645_1280Heute gehört es zu den wichtigsten Aufgaben, aktiv neue qualifizierte Fachkräfte für das Unternehmen zu begeistern und gleichzeitig bestehende Fachkräfte dauerhaft im Betrieb zu halten. Der naheliegenden Lösung, die gesuchten Arbeitskräfte mit immer höheren Gehältern anzulocken, sind enge wirtschaftliche Grenzen gesetzt: Der Spielraum für Personalausgaben wird zwangsläufig durch den Preis der angebotenen Produkte und Dienstleistungen vorgegeben. Würde ein Unternehmen seine Preise erhöhen, um höhere Gehälter finanzieren zu können, würde dies die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes auf Dauer entscheidend gefährden.

Neue Wege müssen also beschritten werden, um einerseits die Attraktivität der Arbeitsplätze zu steigern, gleichzeitig jedoch die Marktposition des Unternehmens zu sichern, sowie die eigene Liquidität zu schonen.

Im angelsächsischen Raum ist in diesem Zusammenhang die so genannte “deferred compensation” (deutsch: „aufgeschobene Vergütung“) schon lange gang und gäbe, wenn es um die Flexibilisierung der Entlohnung in den Betrieben geht. Das Ziel ist es auch dort, das Unternehmen nicht unmittelbar mit hohen Liquiditätsabflüssen zu belasten – die Mitarbeiter dennoch attraktiv zu vergüten. Dabei werden Teile der Vergütung nicht sofort ausbezahlt, sondern erst sehr viele Jahre später, üblicherweise in Form einer Betriebsrente.

In Deutschland kennt man das Modell der deferred compensation bestenfalls als Randerscheinung der betrieblichen Altersversorgung, kurz bAV. solar-panels-944000_1920Meist werden hierzulande die Entgeltbestandteile in eine Versicherung eingebracht mit der Folge, dass Kapital und Liquidität Monat für Monat und dies über Jahrzehnte hinweg abfließt. Dies schont die Liquidität des Unternehmens keinesfalls – im Gegenteil. Der einzige Vorteil dieser Lösung gegenüber einer Gehaltszahlung liegt dann in der Einsparung von einem kleinen Teil der Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge.

Sicherheit und Motivation

Die Ansprüche der Mitarbeiter sind gesetzlich durch den Pensionssicherungsverein zu 100% vor Insolvenz geschützt. Die erreichbaren Rentenleistungen sind zudem meist doppelt bis dreimal höher als bei Versicherungen, da die monatlichen Beiträge nicht anfänglich mit hohen Abschlusskosten und dann weiter laufenden Verwaltungskosten belastet sind, sondern ab dem ersten Euro verzinst werden. Diese unschlagbaren Rentenleistungen sorgen ebenso für eine langfristige Bindung der Mitarbeiter wie die Tatsache, dass das Geld im eigenen Betrieb arbeitet und nicht bei einem anonymen Versicherer.

Scheidet dennoch ein Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Unternehmen aus, so bleibt ihm der bisher erreichte Anspruch in voller Höhe erhalten. Die Leistung wird auch in diesen Fällen erst im Rentenalter fällig, sodass die Mittel weiterhin langfristig im Unternehmen verbleiben.

Arbeitgeberfinanzierte Zusagen bleiben dem ausscheidenden Mitarbeiter ebenfalls erhalten, wenn die Zusage zuvor fünf Jahre bestanden hat und er mindestens 25 Jahre alt ist.

Flexible Ausgestaltung

Bei einer Unterstützungskasse kann der Arbeitgeber die eigene bAV-Lösung ganz nach seinen eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten gestalten. Spitzenverdiener können dabei auch deutlich höherewomen-1209678_1920 Entgeltverzichts-beträge einbringen, als es bei Versicherungslösungen der Fall wäre. Damit ist die Unterstützungskasse auch für Geschäftsführer und Führungskräfte besonders interessant. Auch die Vergütung von Überstunden kann so liquiditätsschonend in eine Betriebsrente umgewandelt werden. Ebenso ist die Sanierung alter Pensionszusagen z.B. des Gesellschafter Geschäftsführer über die Unternehmenskasse möglich.

 

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